Häufig leiden Menschen an unerklärlichen Krankheiten oder lassen Unternehmen ohne erkennbaren Grund den nötigen Profit vermissen. Hier hilft "Feng-Shui", die uralte chinesische Kunst des Möbelrückens. Inzwischen bedienen sich auch große deutsche Firmen wie Siemens oder Gaggenau der Weisheiten aus dem "Land der aufgehenden Schranktür" und fahren dabei nicht schlecht, sondern gut.
Das hat jeder schon einmal erlebt: Frisch und ausgeruht begibt man sich an den Arbeitsplatz und wird, kaum daß man hinter seinem Schreibtisch Platz genommen hat, von einer tiefen Müdigkeit heimgesucht. Der Kopf wird schwer und schwerer und sinkt bis auf die Tischplatte, während die Gedanken praktisch aus dem Gehirn hinauszufließen scheiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii, äh, wo war ich? Ach ja, in so einem Fall vermag ein Feng-Shui-Meister mit wenigen Handgriffen Abhilfe zu schaffen. Er sorgt dafür, daß die fünf Elemente Erde, Wasser, Feuer, Holz und Metall wieder in einem harmonischen Verhältnis zueinander stehen.
ArbeitsplatzWichtig ist vor allem die Position des Büromöbels. Vorteilhaft wäre es, vom Schreibtisch aus einen guten Blick zur Tür zu haben. Dadurch kann man besser erkennen, wann der Chef in den Raum hineinkommt, und merkt eher, wenn die Konzentration einen verlassen will. Hier kann ein Spiegel gute Dienste leisten. |
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Der Feng-Shui-Experte wird danach sein Augenmerk auf die Ablage richten. Ist diese gefüllt oder quillt gar über, so bedeutet das nach Meinung der Chinesen "nicht erledigte Aufträge, unbeantwortete Anfragen, Mißgunst und Streit". Ein altes kantonesisches Sprichwort sagt: "Die Korrespondenz stinkt vom Briefkopf her." Wer das vermeiden möchte, sollte entweder jeden Brief sofort beantworten oder aber die Ablage am Ende der Woche in den Papierkorb entleeren. Hierbei ist darauf zu achten, daß der Papierkorb nicht aus Holz oder Wasser hergestellt wurde, sonst könnten Dämonen, die sich in den Postleitzahlen verborgen halten, ihren verderblichen Einfluß ausüben.
Auch Holz und Metall dürfen niemals unbeaufsichtigt aufeinandertreffen. Ein japanischer Angestellter, dem sein Chef jeden Morgen mit einer Eisenstange auf den Kopf schlug, klagte über Magenschmerzen und Händezittern. Als er ein Aquarium und einen Gummibaum in seinem Büro aufstellte, ließ die Stärke der Schläge nach, und der Mann bekam sogar eine Lohnerhöhung.
Konferenztische mit Holzplatte und Metallbeinen üben negative Wirkungen aus. Durch Bierdeckel mit Blumenmotiven, die man unter die Beine schiebt, wird die Gefahr ausgeschaltet, und der Tisch kann auch nicht mehr wackeln.
Geschäftlicher ErfolgKann sich nur einstellen, wenn die Energie, das C'hi, sich im Fluß befindet und durch nichts gehemmt wird. Große deutsche Firmen wie Siemens oder Gaggenau wissen das und bedienen sich inzwischen längst dieser Erkenntnisse aus dem Land der "aufdringlichen Weisheiten". In einem Konzern der metallverarbeitenden Industrie gingen die Umsätze seit Jahren zurück. Gleichzeitig waren die Beschäftigten unzufrieden und beklagten das schlechte Betriebsklima.Die Arbeiter konsultierten den Betriebsrat, und der stellte fest, daß die Löhne zu gering waren. Die Konzernleitung konsultierte statt dessen einen Feng-Shui-Experten, und der ließ als erstes an der Stechuhr einen Spiegel aufhängen, um die Arbeitszeit und Produktivität symbolisch zu verdoppeln, und empfahl außerdem, unzufriedenene Arbeiter zu entlassen. Seitdem befindet sich das Unternehmen wieder in der Gewinnzone, was die Firmenleitung vor allem auf den Spiegel zurückführt. |
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Ein Tankstellenpächter klagte über sinkenden Umsatz. Der Feng-Shui-Experte empfahl, die Zapfsäulen für Normal-, Super- und Dieselkraftstoff zu trennen und regte an, Spiritousen, Salzgebäck, Zeitschriften (vor allem den Spiegel), Lebensmittel und frische Backwaren zum Verkauf anzubieten. Sofort floß das C'hi wieder wie bekloppt.
Die Dresdner Bank-Filiale in Frankfurt registrierte im letzten Jahr, daß die Umsatzkurven steil nach unten zeigten. Ein Feng-Shui-Experte von Siemens ließ die Tafeln einfach verkehrt herum aufhängen, und schon zeigte der Umsatz nach oben.
Auch der Konkurs der Bremer Vulkan-Werft hätte sich nach Meinung von Feng-Shui-Experten vermeiden lassen, wenn man die Schiffe mit Spiegeln verkleidet hätte. Wäre darüber hinaus noch die Produktion auf Reizwäsche umgestellt worden, hätte kein Werftarbeiter stempeln gehen müssen.
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KücheDie Anordnung der Küchengeräte ist für das Wohlbefinden der Hausbewohner natürlich von entscheidender Bedeutung. Herd und Kühlschrank dürfen sich nicht gegenüberstehen, da es zu Energieverlust kommen kann. Die Mikrowelle sollte niemals unter der Spüle angebracht sein oder gar über der Tür.Eine Hausfrau aus Wuppertal klagte über ständige Hungergefühle. Ein Feng-Shui-Experte entdeckte, daß sich der Kühlschrank nicht öffnen ließ, weil das Gerät mit der Tür zur Wand stand. Käsehobel und Austernmesser müssen immer nach Osten zeigen, das leitet Energieströme in die richtige Richtung. Nach Sonnenuntergang sollte man nur noch abspülen, wenn man zuvor einen Spiegel ins Wasser gelegt hat. |