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Jockel Fischer,
51, krisenerfahrener Außenminister, bewies einmal mehr Reaktionsschnelligkeit und
Improvisationstalent. Als er während der Präsentation neuer Greuelbilder aus dem Kosovo
versehentlich lauthals lachen mußte, schlüpfte Fischer blitzschnell aus seinen
rahmengenähten Kenzo-Schuhen und schlug sich unter dem Tisch mit einem bereitstehenden
Bugatti-Fünfkilohammer kräftig auf die Zehen. In Sekundenschnelle hatte er wieder den
nachdenklich verrunzelten Gesichtsausdruck, für den er mittlerweile in ganz Europa bekannt
ist.
Jockel Fischer, 51 (Bündnis 90/Die Grünen), beschwerte sich über eine ganze Serie von Falschmeldungen deutscher Tageszeitungen. Verschiedene Blätter hatten mehrfach über Bundesgesundheitsministerin Fischer berichtet. Im Falle einer Wiederholung, drohte Außenminister Fischer, müßten Köpfe rollen: bei den Tageszeitungen oder im Bundesgesundheitsministerium. Schließlich haben wir Krieg, setzte er schnippisch hinzu. Jockel Fischer, 51, grüner Außenminister, bewies, daß er mit den Gepflogenheiten seiner wilden Apo-Vergangenheit inzwischen gebrochen hat. Als mehrere grüne Genossen nach dem wöchentlichen Umtrunk zur Feier der Machtübernahme begannen, einen parkenden Polizeiwagen aus dem Langen Eugen heraus mit geleerten Rotweinflaschen zu bewerfen, schritt Fischer ein. Mit der Bemerkung, man sei ja schließlich kein armer außerparlamentarischer Schlucker mehr, verteilte er ein Dutzend noch geschlossener Moët&Chandon-Flaschen und landete selbst den ersten Treffer. Jockel Fischer, 51, dauergestreßter Außenamtschef, bewies dieser Tage einmal mehr Sinn für Humor. An einer Ampelkreuzung wies der geläuterte Ex-Chaot seinen Fahrer an, trotz roten Lichts weiterzufahren, und zwar mit Vollgas, ich hab Hunger. Auf die verdutzte Gegenfrage des Untergebenen, ob so etwas nicht streng genommen verboten sei und von den zuständigen Stellen mit Führerscheinentzug geahndet werden könne, erwiderte Fischer schlagfertig: Paß mal auf, Kröte: Is das mein Führerschein oder deiner? Daraufhin habe, so Fischer schmunzelnd, die Kröte ihr Maul gehalten.
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Jockel Fischer,
51, zu Ministerwürden gelangter Ex-Sponti, mangelte es am rechten Durchblick. Zwar nicht im
politischen Sinne da weiß der talentierte Krisenmanager mittlerweile selbst kleinste
Probleme mit Gewalt aus dem Weg zu räumen , sondern im praktischen. Bei einer launigen
Festansprache zur Eröffnung des Weinkellers im Bundeskanzleramt fand der Außenminister
seine Joop!-Lesebrille nicht. Erst Spiegel-Chef Stefan Aust sorgte für Klarheit, als er
Fischer darauf hinwies, daß seine Lesebrille gar nicht von Joop!, sondern von Cartier sei,
dagegen sei des Außenministers Siegelring von Joop!, die Uhr von Lange und die Frisur von
vorgestern, während seine, Austs, Uhr naturgemäß von Rolex sei, die Brille von
Apollo Optik und die Glatze vom vielen Reiten. Nach herzlichem Gelächter konnte
Fischer mit seiner Rede und mit Brille fortfahren. Jockel Fischer, 51, frisch vermählter Außenminister (Bündnis 90/Die Grünen), seit neuestem auch Besitzer eines Prada-Eierwärmers, eines silbernen Gucci-Kugelschreibers und einer goldenen Doktor-Best-Reisezahnbürste, hat seine Ausstattung um ein wertvolles Accessoire bereichert. Das Außenministerium der Bundesrepublik Deutschland würde es begrüßen, lautete die Fax-Botschaft an den Münchner Taschenhersteller Michael Cromer (MCM), wenn es je ein Rezensionsexemplar Ihrer neuen Schlangenhautreisetaschenserie erhielte. Andernfalls, so mußte der verblüffte Adressat lesen, kann es gut sein, daß sich eine HARM-Rakete mal nach München verirrt. Jockel Fischer, 51, Außenminister und grauer Star der Grünen, wurde Opfer eines üblen Scherzes. Ein Parlamentarier, dessen Name der Redaktion bekannt ist, fragte Fischer beim Wasserlassen, ob er nur deshalb eine geschmacklose Halbbrille trage, um auf seine profunde Halbbildung hinzuweisen. Indes hatte der Mann nicht mit der Schlagfertigkeit des Bündnisgrünen gerechnet: Und du willst mit deinem kleinen Schwanz wohl darauf hinweisen, beschied er dem verdutzten Genossen, daß du ein ganz kleiner Schwanzlutscher bist! Klarer Punktsieg für Fischer!
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